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Chronik


Ausschnitte aus der von Pastor Horst Comes erstellten Chronik von Burg-Salm

Schule-3


Bis zum Jahre 1923 war die Schule einklassig, das heißt ein Lehrer hatte alle Kinder zu unterrichten, und das waren oft sehr viele.
Ab 1923 war die Schule dann 2-klassig, aber nur ein Schulraum stand zur Verfügung. Es gab also Schichtunterricht, morgens und nachmittags. Meist die oberen Schuljahre morgens, die unteren nachmittags.
Im Jahre 1923 wurde darum zusätzlich eine Lehrerin angestellt, die aber bald danach vom Lehrer geheiratet wurde. Damit musste sie aus dem Schuldienst ausscheiden.


In der Zeit des 2. Weltkrieges war die Schule auf Grund des Lehrermangels wieder einklassig und ist es auch in der Zeit nach dem Weltkrieg bis zur Auflösung der Schule im Jahre 1971 geblieben. Oft konnten die Lehrer von dem kleinen Gehalt nicht existieren, sodass sie sich um einen Nebenerwerb bemühen mussten. So wird von Johann Heinz-Follmann berichtet, dass der Lehrer Binz sich im Nebengebäude der Schule eine kleine Schreinerwerkstatt einrichtete und dort oft mehr als in der Schule tätig war. So sei eines Tages der Schulinspektor gekommen und im Schulsaal eine tobende und lärmende Kinderschar vorfand, während der Lehrer in seiner Werkstatt arbeitete. Welche Folgen dies hatte, wird nicht berichtet.
Bis zur Zeit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg waren die Lehrpersonen auch als Aufsichtspersonen im Dorf tätig: nach dem Läuten der Abendglocke gingen sie durchs Dorf und schickten alle Kinder, die noch draußen spielten oder arbeiteten ins Haus zur Abendruhe. Bei den Werktagsmessen in Burg oder im Sonntagsgottesdienst in Landscheid saßen die Lehrer hinter den Kindern in der Kirchenbank und sorgten für Stille und Aufmerksamkeit. Die Schülerzahl betrug anhand der Entlassungszeugnisse zwischen 70 und 100 Kinder. Im Juli 1962beschloss der Gemeinderat von Burg ein neues Schulgebäude nach der Planung des Architekten Peter Bastgen in der Nähe des Friedhofes zu errichten. Die Planung wurde genehmigt und man wartete auf die Zuschüsse. Doch man wartete vergeblich. Denn die reformatorischen Ereignisse im Schulwesen waren schneller als die Bezuschussung, die Schule wurde abgebaut. Im Jahre 1967/68 gingen die Kinder des 9. Schuljahres, bis dahin gab es nur 8 Schul-jahre, nach Landscheid. Ab dem 01.08.1970 gingen die Schülerinnen und Schüler des 5. - 8. Schuljahres mit dem 9. Schuljahr aus Landscheid zur Hauptschule nach Wittlich, und die Schuljahre 1 - 4 gingen zum 15. Februar 1971 zur Grundschule nach Landscheid.
Mit dieser Entscheidung wurde die Schule in Burg aufgelöst. Fortan diente das Schulgebäude eine Zeitlang als Mietwohnung. Zur Zeit ist das Gebäude leer und soll zu einem Gemeinschafts-Haus umgebaut werden. (zurück)


Die Lehrer der Volksschule in Burg, soweit sie ermittelt werden konnten.
1779-1789 .... Follmann
1836 .... Stolz
1840 Matthias Weiler
1849-1852 Johann Matthias Kail
1852-1853 Johann Hommes
1853-1854 Damian Philippi
1854-1855 Johann Josef Thomes
1855-1887 ... Weiler
1895 ... Binz
1895 ...Stolz;  von da an fehlt die Schulchronik, sodass nur
nach Angaben ehemaliger Schüler aufgelistet werden kann:
Kirsch, Görgen, Seemann, Lipp, Larisch, und Nick
1945-1946 Maria Müller
1946  Elise Daniel
1948-1952 Paul Blasius
1952  Roland Scholz
1953-1963 Edgar Christoffel
1963-1968 Franz Josef Scherl
1963-1964 Porten
1964-1967 Helga Scherl
1968-1971 Helga Neidhöfer
1968-1971 Hans Dieter Wellenberg

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Fortsetzung folgt...